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"Das Vorbild für die Organisation der Zukunft ist das Orchester."
(Peter F. Drucker)
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Genutzt werden Kooperationen sowohl in den:
Eine wichtige Rolle bei der Verwaltungskooperation spielt das Thema E-Government ( >>> E-Government), bei dem unter Mithilfe von Informations- und Kommunikationstechniken Verwaltungsaufgaben unabhängig von einer räumlichen Dienststelle ausgeführt werden. Allerdings ist der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag der Auffassung, dass die mit E-Government verbundenen Wirtschaftlichkeitspotenziale auch ohne Änderung der heutigen Verwaltungsstrukturen erreichbar seien.
Und Jan-Christian Erps befasst sich in den "Mitteilungen des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages" kritisch mit der Frage: "Fortschritt, Stillstand, Rückschritt bei der Verwaltungsstrukturreform in Schleswig-Holstein? Kommt es zu einer nachhaltigen Kommunalisierung von Landesaufgaben?" ( >>> Funktionalreform).
Es gibt aber auch Kooperationen, die geplant, aber nie umgesetzt wurden, die im Sande verliefen oder aber klar scheiterten. Die Gründe, die sich hier aus der Praxis anführen lassen sind z.B.:
So verweist auch der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag auf das häufige Fehlen einer partnerschaftlichen Einstellung und die Weigerung der größeren Kommunen, die Probleme auf gleicher Augenhöhe mit potenziellen Partnern lösen zu wollen.
Insbesondere werden Formen der Zusammenarbeit auch behindert, wenn nur unzureichende Informationen über die Konsequenzen von Kooperationen vorliegen, z.B. in den Fragen:
Voraussetzungen für erfolgreiche Kooperationen sind daher insbesondere der politische Wille, eine Vertrauenskultur und das Erkennen der möglichen Vorteile:
Kooperationen versprechen wirtschaftlichen Erfolg, wenn die Personalkosten bei steigender Einwohnerzahl sinken. Hierzu sind vom Landesrechnungshof gezielt sogenannte Schwellenwerte ermittelt worden:
1. Schwelle: > 6.000 Einwohner -> Mindestgröße
2. Schwelle: > 9.000 Einwohner -> Optimalgröße
Um die Kooperationsbereitschaft der Kommunen zu unterstützen, gibt es finanzielle Anreize (Fördermittel). Innenminister Klaus Buß hat für alle sinnvollen Initiativen die Unterstützung des Landes zugesichert. Dabei stehen neben Mitteln aus dem kommunalen Finanzausgleich auch Gelder des Förderprogramms "Ländliche Struktur- und Entwicklungsanalyse" bereit. Buß möchte diese Förderung sogar noch ausbauen. Neben der finanziellen Unterstützung existieren auch entsprechende Leitvorstellungen, die z.B. bereits 1973 von der Landesregierung in einem Leitbild festgeschrieben wurden. Gefordert sind jedoch neue Leitlinien der Landesregierung, da die Leitlinien von 1973 u.a. noch von einer Regelmindestgröße von 5.000 Einwohnern ausgehen und damit nicht mehr den aktuellen Erkenntnissen entsprechen. Aus der Städteverband Schleswig-Holstein weist darauf hin, dass beide städtischen Verbände bereits im Frühjahr 2003 Leitlinien für den Verwaltungsstrukturreformprozess gefordert haben.
Verwandte Begriffe:
Verwaltungsstrukturreform • Funktionalreform • E-Government
Literatur:
Landesrechnungshof Schleswig-Holstein (28.11.2003): Verwaltungsstrukturen und Zusammenarbeit im kreisangehörigen Bereich - Eine Bestandsaufnahme und Bewertung - Kiel
Erps, Jan-Christian (2004): Fortschritt, Stillstand oder Rückschritt bei der Verwaltungsstrukturreform in Schleswig-Holstein? Kommt es zu einer nachhaltigen Kommunalisierung von Landesaufgaben? In: Mitteilung des Schleswig-Holsteinischen Landkreistages (4/2003 1/2004), S. 6-8
Schliesky, Utz (2004): Organisationsrechtliche Rahmenbedingungen von Verwaltungskooperationen. In: Die Gemeinde (1/2004), S. 3-9
Weiterführende Materialien und Links zu Kooperationen von Verwaltungen
www.sh-landkreistag.de/ Am 16.12.2003 hat der Landesrechnungshof einen Bericht zur Verwaltungsstrukturreform in Schleswig-Holstein herausgegeben: |