Ziel des Projektes ist es,
die Kooperation in der Region zu verstärken, da davon ausgegangen wird,
dass die demografische Entwicklung den Wettbewerb unter den Regionen
verstärken wird. Projektteilnehmer sind: die Stadt Preetz, die
Gemeinden im Amt Preetz-Land, die Gemeinden Raisdorf und Klausdorf.
Das Projekt in 13 Thesen
These 1:
Die demographische Entwicklung stellt mittel- und langfristig die größte Herausforderung für die kommunale Entwicklung dar.
These 2:
Sie ist gekennzeichnet durch
den Rückgang der Bevölkerungszahlen,
die Veränderung der Altersstruktur und
die Veränderung der soziokulturellen Struktur.
These 3:
Diese
Entwicklungen werden regional unterschiedlich verlaufen. Über den
regionalen Verlauf liegen gesicherte Erkenntnisse nicht vor. Die
Entwicklungen können durch regionale Maßnahmen im Wettbewerb mit
anderen Regionen beeinflußt werden.
These 4:
Unterschiedliche
regionale Verläufe der demographischen Entwicklung und die stärker als
bisher notwendige Positionierung im Wettbewerb erfordern regional
angepaßte Strategien und Maßnahmen.
These 5:
Die
Eigenständigkeit und Vielfalt der regionalen Akteure, insbesondere der
Gemeinden, ist eine Stärke. Die Erhaltung dieser Stärke bei
gleichzeitiger regionaler Entwicklung ist eine wesentliche Strategie
für die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen. Diese Strategie
erfordert die Kooperation über Gemeindegrenzen hinweg.
These 6:
Kooperationen sind um so nachhaltiger und erfolgreicher, je stärker das Vertrauen zwischen den Kooperationspartnern ist.
These 7:
Die
Notwendigkeit zur Kooperation ist nicht nur auf die hauptamtlichen
Teile der Kommunalverwaltung beschränkt, sondern in allen
Funktionssystemen des kommunalen Lebens wie Politik und Wirtschaft
sowie zwischen Vereinen und Verbänden erforderlich.
These 8:
Neben
den Kooperationen stellt die Aktivierung bürgerschaftlichen Engagements
eine erfolgversprechende Strategie zur Bewältigung der zukünftigen
Herausforderungen dar. Selbstverantwortete Entwicklung fördert dieses
Engagement.
These 9:
Die
demographische Entwicklung wirkt auf so viele Lebensbereiche und wird
wiederum von so vielen Lebensbereichen beeinflußt, dass nur eine
systemische* Untersuchung ausreichende Erkenntnisse für eine
nachhaltige Entwicklung ermöglicht.
*Systemisch
heißt, die Region als komplexes, dynamisches System zu erkennen und
alle Systemkomponenten in ihren Wirkungsgefüge sowie die Beziehungen
des Systems zu seiner Umwelt systematisch zu untersuchen.
These 10:
Ländliche Struktur- und Entwicklungsanalysen (LSE)
ermöglichen die selbstverantwortete Entwicklung der Region und der darin lebenden und handelnden Akteure.
aktivieren das bürgerschaftliche Engagement.
sind
aufgrund ihres ganzheitlichen und integrierenden Ansatzes geeignet, die
systematische Untersuchung der Region sinnvoll zu unterstützen.
erhöhen das Vertrauen zwischen den Beteiligten und können damit nachhaltige Kooperationen begründen.
bereiten konkrete Projekte und deren finanzielle Förderung durch Dritte vor.
These 11:
Die besondere Aufgabenstellung der hier angestrebten Untersuchung
erfordert besondere Kompetenzen des LSE-Gutachters, ggf. die
Beschäftigung von Sonderfachleuten, aber auch das besondere Engagement
der beteiligten Akteure.
These 12:
Die Größenordnung und die unterschiedliche Struktur des
Untersuchungsgebietes sowie die stark ausgeprägte Individualität der
beteiligten Kommunen stellen hohe Anforderungen an die Moderation und
die Organisation des Prozesses.
These 13:
Die begrenzten Fähigkeiten der LSE-Methodik erfordern den zusätzlichen Einsatz einer Methode zur systemischen Untersuchung.
Quelle: Begründung für die Durchführung einer Ländlichen
Struktur- und Entwicklungsanalyse für die Region Schwentinetal/Barkauer
Land unter Berücksichtigung demographischer Veränderungen durch die der
Stadt Preet, den Gemeinden im Amt Preetz-Land, der Gemeinde Rausdorf
und der Gemeinde Klausdorf.